Der Mann mit dem goldenen Colt (1965)



Allgemeine Informationen

Titel:The Man with the Golden Gun
Deutsche Titel: 007 James Bond und der goldene Colt; Der Mann mit dem goldenen Colt
Erstveröffentlichung:01.04.1965 (posthum)
Kapitel: 17
Bösewicht: Francisco "Pistols" Scaramanga
Bond-Girl: Mary Goodnight
Schauplätze: London, Jamaika

Am 12. August 1964 starb Ian Fleming. Nach seinem Tod wurde dennoch The Man with the Golden Gun veröffentlicht. Die Geschichte ist die Fortführung des schicksalträchtigen Lebensabschnitts Bonds, der auch schon in On Her Majesty's Secret Service und You Only Live Twice beschrieben wird.
Im Großen und Ganzen ist The Man With The Golden Gun ein recht gelungener Fleming-Roman, auch wenn er sehr kurz ist (199 Seiten in der Penguin-Auflage von 2002).

Es gibt zudem Gerüchte, dass Ian Fleming nur Teile des Romans geschrieben habe. Leider gibt es dafür weder eine Bestätigung noch eine Widerlegung. Die Theorie besagt, dass Fleming nur einen groben Plan gemacht habe, bevor er starb, und ein anderer Autor (z.B. Morris Cargill, der mit Ian Fleming an dem Buch Ian Fleming Introduces Jamaica arbeitete) diesen zu einem Roman vervollständigt habe. Andere Autoren, die in Frage kämen, wären Kingsley Amis, der zwei Jahre später auch den Nachfolgeroman Colonel Sun verfasste, oder Peter Fleming, Ians großer Bruder, der für seine Reiseberichte bekannt war.
Dafür spricht unter anderem der Schreibstil, der sich von dem der anderen Bücher größtenteils unterscheidet. Um einen exzellenten Artikel darüber zu lesen, bitte hier klicken.





Handlung

James Bond taucht wieder auf. Während im Roman You Only Live Twice ein Nachruf enthalten war, ist Bond kurz davor, wieder in den Secret Service aufgenommen zu werden. Doch dann passiert das Unfassbare: Der ehemalige Agent 007 verübt ein Attentat auf M, den Chef des MI6, und das zu allem Überfluss im Namen des KGB, die Bond zum Doppelagenten gemacht haben, nachdem er von Kissy Suzuki nach Wladiwostok gebracht worden war.
Doch M entgeht dem Attentat, wenn auch nur knapp, vertraut Bond weiterhin und macht ihn wieder zu 007. Sir James Molony, Psychologe und Mediziner in Diensten des MI6, der auch schon in anderen Romanen vorkam, soll ihm das verlorene Gedächtnis wiederherstellen. Dies schafft er und M setzt Bond auf den gefährlichsten Revolverhelden Jamaikas an: Francisco Scaramanga. Dieser tötete in seiner Laufbahn schon mehrere Agenten und gilt als "unbesiegbar". Bond soll so beweisen, ob er wirklich noch zu dem fähig ist, zu dem früher fähig war.
Er fliegt nach Jamaika und trifft dort Miss Goodnight, seine ehemalige Sekretärin.

Schnell nimmt Bond die Spur Scaramangas auf und trifft ihn unverhofft schnell in einem Bordell. 007 nimmt ein Angebot von Scaramanga an, bei ihm zu arbeiten und tarnt sich als Mike Hazard. Zusammen fahren sie zu einem Hotel, wo Scaramanga seine nächsten Untaten mit seinen Kollegen besprechen möchte. Er stellt 007 als "Sekretär" an und empfängt seine Gäste. Unter ihnen ist ein Niederländer, der, wie sich später herausstellt, zum russischen Geheimdienst, KGB, gehört. Doch nicht nur der Bösewicht trifft alte Bekannte: Felix Leiter, Bonds Kollege der CIA, hat sich ebenfalls in das jamaikanische Hotel eingeschmuggelt.
Schnell findet 007 heraus, was Scaramanga plant - ebenso erfährt er, dass der Revolverheld vorhat, ihn im Auftrag des niederländischen KGB-Agenten zu töten.
Nach aufregender Spionage im Hotel kommt es schlussendlich zum finalen Kampf zwischen Bond und Scaramanga in einem Zug. Natürlich besiegt 007 den Schurken und soll am Schluss sogar noch zum Sir geadelt werden, aber James Bond 007 lehnt das ab.
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Bösewicht: Francisco Scaramanga



Scaramanga entwickelte sich schon im Jugendalter zu dem kaltblütigen Mörder, der er später war. Diese Entwicklung soll laut Secret-Service-Akte stattgefunden haben, nachdem die Polizei einen Elefanten erschoss, an dem Scaramanga, der Mitglied des Wanderzirkus' seiner Eltern war, sehr hing. Mit 16 Jahren reiste Francisco daraufhin nach Amerika. Der Sohn der katalanischen Eltern wirkte dort bei den Verbrechen einiger kleiner Banden mit, wurde aber daraufhin schon früh als Revolvermann in den Spangled Mob aufgenommen. Falschspieler in Las Vegas tötete er in dessen Auftrag. 1958 lieferte sich Scaramanga ein Duell mit einem Feind aus der Detroit Purple Gang, dem er aber durch zwei Schüsse ins Herz den Exitus verpasste. Daraufhin setzte sich der Bösewicht in die Karibik ab, wo er einige Plantagen besaß, die er mit Geldern des Mob finanzierte, die ihm für ausgeführte Morde gezahlt wurden. 1950 zog er nach Havanna um, arbeitete für Castro; nach der Revolution bekam er dafür einen Posten bei der kubanischen Geheimpolizei DSS als "Zwangsvollstrecker". Außerdem arbeitete Scaramanga für den KGB und freiberuflich als Mörder in der Karibik und den mittelamerikanischen Staaten. Fünf Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes hat er auf dem Gewissen, bevor er auf 007, James Bond, trifft.


Aus der Secret-Service-Akte über ihn ist zu entnehmen, dass Scaramanga ein etwa 35-jähriger Mann mit einer Größe von 1,88 m ist. Der Schlanke und Durchtrainierte hat hellbraune Augen und rötliches Haar, welches er im Bürstenschnitt trägt. Auffallend sind die langen Koteletten und großen Hände. An dem hageren, finsteren Gesicht mit dünnem Schnurrbart liegen die Ohren dicht an. Der Mann mit einer dritten Brustwarze pflegt, Geschlechtsverkehr vor Morden zu haben.
Seine Hauptwaffe ist ein vergoldeter 45er-Spannschloss-Colt (daher der Name Der Mann mit dem goldenen Colt). Seine Kugeln mit Silberüberzug haben einen 24-karätigen Goldkern und einen Kreuzeinschnitt an der Spitze, um nach dem Dumdum-Prinzip die schlimmste Wirkung zu erzielen.
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Bond-Girl: Mary Goodnight

Goodnight wird schon in On Her Majesty's Secret Service eingeführt, da sie in diesem Roman den Job als neue Sekretärin der Doppelnull-Abteilung des Secret Service antritt. In diesem Buch wird sie als Frau beschrieben, die eine sehr gute Figur, blaue Augen und blauschwarzes Haar hat.
In The Man with the Golden Gun kommt es bei ihrer Beschreibung allerdings zu Ungereimtheiten: So schreibt der Autor, sie habe sich nicht verändert, doch im Satz vorher wird noch ihr goldener Haarschopf erwähnt. In diesem Buch arbeitet Goodnight zusammen mit Bond in der jamaikanischen Außenstelle des Secret Service.
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Deutsche Ausgaben

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Titel Verlag Erscheinungsjahr
Der Mann mit dem goldenen Colt Scherz 1999
007 James Bond und der goldene Colt Scherz 1992
007 James Bond und der goldene Colt Scherz 1984
007 James Bond und der goldene Colt Scherz 1979
007 James Bond und der goldene Colt Phoenix Shocker 1968
007 James Bond und der Mann mit dem goldenen Colt Phoenix im Scherz 1966

(alle Angaben ohne Gewähr. Sie kennen noch mehr Ausgaben oder können fehlenden Daten mitteilen? Schreiben Sie bitte eine E-Mail an ianfleming@gmx.de - vielen Dank!

 
 

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